Am 17. September 2008, 31.7 Stunden nach dem Anfang des Gammastrahlen-
ausbruchs GRB 080916C, wurde das Abklingen des Ausbruchs mit dem
Gamma-Ray Burst Optical/Near-Infrared Detector (GROND) beobachtet.
GROND ist am 2.2m Max-Planck-Teleskop des europäischen
Südsternwarte in La Silla, Chile, montiert.
Bild: MPE / GROND
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Extremster bisher beobachteter Gammastrahlenausbruch mit dem
NASA Satelliten Fermi gemessen
Der erste Gammastrahlenausbruch der von dem NASA Satelliten Fermi
Gamma-ray Space Telescope mit deutlicher Emission im GeV Bereich
beobachter wurde, ist auch in anderer Hinsicht bedeutend. Kein
Ausbruch davor war so energiereich, zeigte so grosse Geschwindigkeiten
des abgestossenen Materials und emittierte zu Begin so hochenergetische
Strahlung.
Der Ausbruch mit der Bezeichnung GRB 080916C ereignete sich um
0:13 UT am 16. September 2008 in dem Sternbild Carina. Beide Instrumente
des Satelliten Fermi, das grossflächige Teleskop LAT und der mit
wesentlicher Beteiligung des MPE gebaute Gamma-ray Burst Monitor,
registrierten das Ereignis. Beide Instrumente zusammen konnten die
anfängliche Gammastrahlenemission in einem Energiebereich zwischen
dem dreitausendfachen und fünfmilliardenfachen der Energie des
sichtbaren Lichts nachweisen.
Fast 32 Stunden nach dem Gammastrahlenausbruch suchte eine Gruppe vom
MPE unter der Leitung von Jochen Greiner nach dem abklingenden
Nachleuchten im optischen und nahinfraroten Bereich. Das Team nahm die
Ausbruchsgegend zeitgleich in sieben Wellenlängenbereichen mit
dem am MPE gebauten und vom MPE betriebenen Detektor GROND auf.
Bei bestimmten Spektralfarben (Wellenlängen) zeigen entfernte
Objekte einen charakteristischen Abfall der Helligkeit der durch
Gaswolken verursacht wird, die sich zwischen dem Objekt und dem
Beobachter befinden. Je weiter ein Objekt vom Beobachter entfernt ist,
umso röter ist die Wellenlänge bei der der Helligkeitsabfall
stattfindet. Diese Tatsache benutzen Astronomen um eine schnelle
Abschätzung der Entfernung zum Objekt zu erhalten. Die GROND
Messungen ergaben, dass die Explosion in einer Entfernung von 12.2
Milliarden Lichtjahren erfolgte.
"War das an sich schon ein besonderer Gammastrahlenausbruch," sagte
Julie McEnery von der NASA, "so wurde er durch die vom GROND Team
bestimmte Entfernung zu einem ganz aussergewöhnlichen Ausbruch."
Die Online Edition der Zeitschrift Science berichtete erstmals am
19. Februar 2009 über diese Ergebnisse.
Die GROND Ergebnisse werden separat in Astronomy & Astrophysics,
veröffentlicht.
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