Aktuelles und neue Ergebnisse der Hochenergie Abteilung des MPE

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Ein Zündfunke für eine Supernova-Explosion

31. Juli 2014
Beobachtungen bei sehr hohen Energien mit dem Weltraumobservatorium INTEGRAL zeigen ein überraschendes Signal in der Gammastrahlung einer Supernova-Explosion: Das Signal stammt von der Oberfläche des Materials, das durch die Explosion herausgeschleudert wurde; und stellt das gängige Explosionsmodell für Supernovae vom Typ Ia infrage. Die Daten deuten darauf hin, dass ein derart energiereiches Ereignis auch von außen gezündet werden kann - und nicht nur im Zentrum des explodierenden Zwergsterns. Die Wissenschaftler von den Max-Planck-Instituten für extraterrestrische Physik und für Astrophysik präsentieren ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Magazins Science. [mehr]

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Grünes Licht für Athena!

27. Juni 2014

Das Science Program Committee der ESA (SPC) wählt das Athena-Projekt für die nächste große Mission (1 Mrd. €-Klasse) mit Start im Jahr 2028.

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Schnelles Gas verdeckt supermassereiches Schwarzes Loch

23. Juni 2014

Ein internationales Astronomenteam, dem auch Forscher am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik angehören, hat nun entdeckt, dass das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie NGC 5548 vor kurzem ein seltsames, unerwartetes Verhalten zeigte, das bisher nur selten im Zentrum aktiver Galaxien gesehen wurde. Die Forscher sahen einen ungleichmäßigen Gasfluss, der sich schnell nach außen ausbreitet und 90 Prozent der Röntgenstrahlen blockiert, die das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie aussendet. Diese Aktivität kann den Forschern neue Einblicke liefern, wie das Zusammenspiel von supermassereichen schwarzen Löchern und ihren Galaxien funktioniert.

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Ein neuer Blick in das Heiße und Energetische Universum

28. November 2013
ESA wählt Wissenschaftsthema für nächste Großmission [mehr]

eROSITA-Spiegel sind fertig!

13. November 2013
Nach einer Entwicklungs- und Bauzeit von mehr als sieben Jahren wurde das letzte der insgesamt acht Spiegelmodule für das eROSITA-Röntgenteleskop am Freitag, 8. November 2013, fertiggestellt. Das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik leitet Entwicklung und Bau des gesamten Teleskops, inklusive seiner Komponenten, im Rahmen einer internationalen Kooperation. [mehr]

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Hauptmission für Fermi abgeschlossen, viele andere Aufgaben warten noch

23. August 2013

Während der fünfjährigen Hauptmission zeichnete das Fermi Gamma-ray Space Telescope der NASA ein immer detaillierteres Porträt der außergewöhnlichsten Phänomene im Universum, von riesigen schwarzen Löchern in den Herzen weit entfernter Galaxien bis hin zu Gewittern auf der Erde. Doch seine Aufgabe ist noch nicht beendet: Am 11. August begann Fermi die nächste Phase seiner Mission, eine noch tiefere Untersuchung des Kosmos bei sehr hohen Energien. Dies ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu geplanten 10jährigen Beobachtungen, die mindestens bis 2018 fortgeführt werden sollen. MPE-Wissenschaftler nutzen Daten von beiden Instrumenten an Bord von Fermi, von denen eines unter anderem vom MPE gebaut wurde.

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Fermi/GBM entdeckt den hellsten Gammablitz seit Jahrzehnten

10. Mai 2013

Der Gamma-ray Burst Monitor (GBM) auf dem NASA Satelliten Fermi hat am 27. April das stärkste Signal eines Gammablitzes seit Jahrzehnten gemessen. Viele andere Satelliteninstrumente, unter anderem auch das Hauptinstrument auf Fermi, das Large Area Telescope (LAT), wiesen das Ereignis zur gleichen Zeit nach. Der Gammablitz dauerte so lange, dass eine rekordverdächtige Anzahl von erdgebundenen Teleskopen das Ereignis sogar gleichzeitig mit den Satelliten beobachten konnte. Der Gammablitz wird nach dem Tag seines Nachweises benannt: GRB130427A.

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Die turbulente Kindheit der Kugelsternhaufen

11. April 2013

Die massereichen Sternhaufen, die unsere und andere Galaxien begleiten, haben eine komplexere Entwicklung hinter sich als bisher angenommen. Neuere Beobachtungen ergaben Hinweise auf mehrere Sterngenerationen, die nun von einem Forscherteam des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik, der Sternwarte der Universität Genf und der französischen Wissenschaftsorganisation CNRS erklärt werden können. Demnach wären unter den Sternen der ersten Generation in den Kugelsternhaufen sehr viel massereichere gewesen als die heute noch sichtbaren Sterne. Diese würden durch ihre schnelle Entwicklung bis hin zu heftigen Supernovaausbrüchen die Entwicklung der nachfolgenden Sterngenerationen erheblich beeinflussen.

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Gieriges schwarzes Loch in der Andromeda-Galaxie scheint hell im Radio-und Röntgenlicht

13. Dezember 2012

Ein Beobachtungsprogramm zu Novae in unserer Nachbargalaxie Andromeda führte zur Entdeckung einer extrem hellen Röntgenquelle, XMMU J004243.6 412.519. Nachfolgende Beobachtungen im Radiobereich deuten auf die Existenz eines energiereichen Teilchenstrahls hin, der durch das massereiche Zentralobjekt angetrieben wird. Dies wiederum ist ein Hinweis darauf, dass diese Quelle in der Tat ein stellares schwarzes Loch enthält, das Materie mit einer sehr hohen Rate an sich zieht, die nahe am theoretischen Maximum liegt. Durch die Beobachtungen und Analyse sowohl der Strahlung der Akkretionsscheibe als auch der Materie im Teilchenstrahl, können die Astronomen mehr über die Abläufe rund um ein stellares schwarzes Loch erfahren.

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1000 Explosionen mit Fermi!

1. Oktober 2012

Am 21. September konnte das GBM-Instrument an Bord des Fermi-Satelliten die 1000ste kosmische Explosion nachweisen. Der einzelne Puls aus Gammastrahlen dauerte etwa 3 Sekunden und wurde automatisch vom GBM-Instrument nachgewiesen. Eine Eilmeldung wurde umgehend zur Erde gefunkt und dort innerhalb von wenigen Sekunden an ein weltweites Team von Astronomen weitergeleitet.

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Patricia Schady erhält Sofja Kovalevskaja-Preis

22. August 2012

Wie die Alexander von Humboldt-Stiftung diese Woche bekannt gab, erhält die Astrophysikerin Patricia Schady vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) dieses Jahr den Sofja Kovalevskaja-Preis. Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gestifteten Preis zeichnet die Alexander von Humboldt-Stiftung die wissenschaftlichen Spitzenleistungen von besonders vielversprechenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus dem Ausland aus und ermöglicht ihnen den Aufbau eigenständiger Nachwuchsgruppen an Forschungsinstitutionen in Deutschland.

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3D-Karte des Universums jetzt für jedermann verfügbar

8. August 2012

Der Sloan Digital Sky Survey III (SDSS-III) hat die bislang größte dreidimensionale Karte von massereichen Galaxien und weit entfernten schwarzen Löchern veröffentlicht. Diese wird den Astronomen helfen, die geheimnisvolle „dunkle Materie“ und „dunkle Energie“ zu erklären, die 96 Prozent des Universums ausmachen. Anfang letzten Jahres veröffentlichte SDSS-III bereits das bisher größte Abbild des Himmels und die neuen Daten sind ein erster Schritt, dieses Bild zu einer vollständigen dreidimensionalen Karte zu erweitern. Die 9. Datenfreigabe ("Data Release 9", DR9) letzte Woche macht nun die Daten aus den ersten beiden Jahren dieses Sechs-Jahres-Projektes öffentlich.

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Die Erforschung der Röntgenstrahlung aus dem Sonnensystem hat in den letzten beiden Jahrzehnten einen stürmischen Aufschwung erlebt. Während bis 1996 nur Sonne, Erde, Mond und Jupiter als Röntgenquellen bekannt waren, sind seitdem Merkur, Venus, Mars, Saturn, die Jupitermonde Io und Europa, der Io-Plasmatorus, die Saturnringe und zwei Asteroiden hinzugekommen, dazu die Kometen als unerwartete neue Klasse und sogar die Heliosphäre selbst. Der Beitrag zeigt die Abfolge dieser Entdeckungen, beschreibt die Röntgenemissionsprozesse und deren Bedeutung und endet mit einem Ausblick für die Zukunft.

Forschungsbericht 2014 - Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik

Unser Sonnensystem im Röntgenlicht − ein neuer Blick auf unsere kosmische Heimat

Die Erforschung der Röntgenstrahlung aus dem Sonnensystem hat in den letzten beiden Jahrzehnten einen stürmischen Aufschwung erlebt. Während bis 1996 nur Sonne, Erde, Mond und Jupiter als Röntgenquellen bekannt waren, sind seitdem Merkur, Venus, Mars, Saturn, die Jupitermonde Io und Europa, der Io-Plasmatorus, die Saturnringe und zwei Asteroiden hinzugekommen, dazu die Kometen als unerwartete neue Klasse und sogar die Heliosphäre selbst. Der Beitrag zeigt die Abfolge dieser Entdeckungen, beschreibt die Röntgenemissionsprozesse und deren Bedeutung und endet mit einem Ausblick für die Zukunft. [mehr]
Am 29. April 2012 wurde dem deutschen Astrophysiker Prof. Dr. Joachim Trümper vom japanischen Kaiser der „Orden der Aufgehenden Sonne mit Goldenen Strahlen am Halsband“ verliehen. Damit wird Trümper vor allem dafür geehrt, dass er die wissenschaftliche Zusammenarbeit sowie den personellen Austausch zwischen Japan und Deutschland in langjähriger Arbeit stark förderte. Der Orden wurde Trümper am 10. Juli 2012 vom japanischen Botschafter in Berlin überreicht.

Verleihung des Ordens der Aufgehenden Sonne an Prof. Trümper

19. Juli 2012

Am 29. April 2012 wurde dem deutschen Astrophysiker Prof. Dr. Joachim Trümper vom japanischen Kaiser der „Orden der Aufgehenden Sonne mit Goldenen Strahlen am Halsband“ verliehen. Damit wird Trümper vor allem dafür geehrt, dass er die wissenschaftliche Zusammenarbeit sowie den personellen Austausch zwischen Japan und Deutschland in langjähriger Arbeit stark förderte. Der Orden wurde Trümper am 10. Juli 2012 vom japanischen Botschafter in Berlin überreicht. [mehr]
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Autonome Navigation im Weltall: Pulsare als kosmische Wegweiser

12. April 2012

Seit Jahrtausenden navigieren und orientieren sich Menschen auf der Erde anhand der Gestirne am Himmel. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik haben nun eine Navigationsmethode entwickelt, die auf den periodischen Signalen von Neutronensternen beruht. Diese soll es Raumsonden in Zukunft möglich machen, sich eigenständig im Weltall zurechtzufinden. Professor Werner Becker stellte diese Technologie Ende März 2012 auf dem National Astronomy Meeting in Manchester vor.

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Erste extrem helle Röntgenquelle in der Andromeda-Galaxie entpuppt sich als stellares Schwarzes Loch

23. Februar 2012

Detaillierte Beobachtungen der ersten extrem hellen Röntgenquelle in der benachbarten Andromeda-Galaxie zeigen, dass diese durch ein stellares Schwarzes Loch erzeugt wurde, das Material mit sehr hohen Geschwindigkeiten schluckt. In einem internationalen Team haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik nun ihre Ergebnisse veröffentlicht. Die Emission der extrem hellen Quelle stammt vermutlich aus einem Sternsystem ähnlich den Röntgendoppelsternen in unserer Galaxis, bei dem ein schwarzes Loch, das mindestens 13-mal massereicher als unsere Sonne ist, große Mengen an Materie an sich zieht. Im Gegensatz zu Röntgendoppelsternen in unserer eigenen Milchstraße ist dieses System jedoch viel weniger durch interstellares Gas und Staub abgeschirmt, so dass die Quelle auch bei niedrigen Röntgenenergien eingehende untersucht werden kann.

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Rosat-2

ROSAT

14. November 2011
Am frühen Morgen des 23.Oktober 2011, gegen 4 Uhr MESZ, stürzte der Forschungssatellit ROSAT aus seiner Umlaufbahn auf die Erde zurück und versank spurlos in den Weiten des Indischen Ozeans. Damit fand eine der erfolgreichsten Satellitenmissionen der Röntgenastronomie ihr endgültiges Ende. Das Röntgenobservatorium ROSAT entdeckte im Laufe seiner acht Jahre dauernden, aktiven Beobachtungszeit über 150 000 größtenteils unbekannte Röntgenquellen, etwa 4000 Wissenschaftlern aus 24 Ländern nutzten seine Daten für über 4200 Artikel in referierten Fachzeitschriften, die mehr als 140 000 Mal zitiert wurden.

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Eso1143a

Beobachtungen einer weit entfernten, gewaltigen Explosion zeigen überraschende Bestandteile früher Galaxien

2. November 2011

Ein internationales Astronomenteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik benutzte das kurze aber helle Aufleuchten eines weit entfernten Gammastrahlenausbruchs (GRB vom englischen Gamma-Ray Burst) um den Aufbau entfernter Galaxien zu untersuchen. Überraschenderweise zeigten die Beobachtungen, dass zwei Galaxien im jungen Universum mehr schwere Elemente enthalten als die Sonne. Die beiden Galaxien könnten gerade miteinander verschmelzen. Derartige Vorgänge im jungen Universum dürften zur Entstehung von vielen neuen Sternen führen und könnten Gammastrahlenausbrüche auslösen.

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Abkommen zu eROSITA-Daten

19. Oktober 2011
Deutsche Wissenschaftler auf der Jagd nach der dunklen Energie [mehr]
Rosat-allsky

Meilensteine für zwei Veröffentlichungen aus der Hochenergiegruppe

20. September 2011

Seit Mitte September wurden zwei Artikel, geschrieben von Autoren der Hochenergiegruppe am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, jeweils mehr als 1000 Mal in anderen Veröffentlichungen zitiert: Der ROSAT-Quellkatalog und die Beschreibung der Instrumente in der Fokalebene der drei Röntgenteleskope an Bord des XMM-Newton-Weltraumobservatoriums.

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Sko25-1s

Skinakas Sternwarte feiert 25jähriges Bestehen

26. Juli 2011

Schon seit 25 Jahren gibt es die Skinakas-Sternwarte auf Kreta und dies wurde Ende Mai mit einem Festakt auf einem Gipfel des Idagebirges gefeiert. Gegründet 1986 von der Universität Kreta, der Stiftung für Forschung und Technologie Hellas (FORTH) und dem Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik wird es sowohl zur Ausbildung von Studenten als auch für die astronomische Grundlagenforschung eingesetzt. Heute umfasst die Skinakas-Sternwarte drei Teleskope, ein 1,3m Ritchey-Chrétien-Teleskop, ein 0,6m- und ein 0,3m-Teleskop. Das 0,6m-Teleskop ist für ferngesteuerte Beobachtungen ausgelegt und wird gemeinsam von der Universität Kreta und der Universität Tübingen betrieben.

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Kosmische Explosion als neuer Anwärter für das am weitesten entfernte Objekt im Universum

26. Mai 2011

Ein Gammastrahlenausbruch, im April 2009 vom Swift-Weltraumobservatorium der NASA beobachtet, wurde jetzt als vielversprechender Kandidat für das am weitesten entfernte Objekt im Universum vorgestellt. Mit einer Entfernung von wahrscheinlich 13,14 Milliarden Lichtjahren stammt diese Strahlung von einem Objekt weit jenseits aller bekannten Quasare - vielleicht sogar jenseits der am weitesten entfernten Galaxien oder Gammastrahlenausbrüche, die je gemessen wurden. Mehrere Ergebnisse, die auf die rekordverdächtige Entfernung dieses Objekts hindeuten, wurden jetzt von einem internationalen Astronomenteam, das auch Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) umfasst, vorgestellt. Der Artikel über GRB 090429B (benannt nach dem Datum seiner Entdeckung, 29. April 2009) wird in Kürze in dem renommierten Astrophysical Journal veröffentlicht werden.

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letzte Änderung 2015-01-22  durch H. Steinle