|
Projekt OPTIMA
Instrument
Mitarbeiter
Aktuelles und Meilensteine
Veröffentlichungen
Links
Interna
(Zugangsbeschränkung)
|
English version
Das OPTIMA Detektorsystem

OPTIMA-burst Schemazeichnung 2005;
Aufbau seit 2005 im Wesentlichen unverändert
|

Das hexagonale Bündel der Glasfasern "vom Teleskop aus gesehen".
Jede Faser hat einen Durchmesser von 0.3 mm.
|
OPTIMA (Optical
Pulsar
TIMing
Analyzer)
ist ein sehr schnelles Photometer, das ursprünglich gebaut wurde um
Gammastrahlen-Pulsare im optischen Spektralbereich mit hoher
Zeitauflösung (10-6 s) und Empfindlichkeit zu messen.
Inzwischen wird es auch zur Beobachtung von anderen schnell variablen
Objekten weltweit an Teleskopen eingesetzt.
Da die Beobachtungsobjekte meist sehr schwach im optischen Bereich
strahlen, ist es notwendig, die Strahlung des Himmelshintergrundes um das
Objekt so gut wie möglich von der Strahlung des Objektes zu trennen. Um
dies zu erreichen, wird das Licht des Objektes von einer Glasfaser
aufgenommen, die in der Fokalebene des Teleskops sitzt und das aufgefangene
Licht zu einem sehr empfindlichen Detektor leitet, der bis zu hohen
Zählraten die einzelnen Photonen zeitlich auflösen kann.
Im optimalen Fall ist der Durchmesser der Faser genau so groß wie das
Seeing-Scheibchen des Objektes. Um den Himmelshintergrund in der
unmittelbaren Umgebung des Objektes genau zu messen, aber auch um bei
verschlechtertem Seeing oder nicht genauer Positionierung des Objektbildes
auf der Faser, so wenig Licht wie möglich zu verlieren, wurde die
zentrale (Objekt-)Faser von 6 weitern Glasfasern hexagonal umgeben. Jede dieser 7 Fasern führt zu einem separaten
Meßgerät, das aus sog. Avalanche-Photodioden (APDs) besteht.
Um Seeing und verschiedene Abbildungsmaßstäbe der Teleskope
brücksichtigen zu können, steht eine Reihe von Faserbündeln
mit verschiedenen Faserduchmessern zur Verfügung.
Eine ausführlichere Beschreibung findet man in
Kanbach und Straubmeier (2002)
und in Kanbach et al. (2008).
Weiterentwicklungen erlauben zeitlich hochaufgelöste Polarimetrie
(OPTIMA Photo-Polarimeter
(Kellner (2002),
Kanbach et al. (2003),
Mühlegger, M. (2006)) und
spektrale Auflösung simultan in einigen Spektralbereichen.
Letzte Änderung: 2011-06-07 durch
H. Steinle
Ansprechpartner:
G. Kanbach und
Arne Rau
|