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Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik

Röntgenastronomie
 

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Röntgen-Astronomie

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Der am 1. Juni 1990 in eine Erdumlaufbahn gebrachte Röntgensatellit ROSAT war eines der Hauptprojekte der Röntgenastronomiegruppe am MPE in den neunziger Jahren. ROSAT führte die erste vollständige Himmelsdurchmusterung mit einem abbildenden Röntgenteleskop im Energiebereich von 0.1 - 2.4 keV durch. Die Daten der Himmelsdurchmusterung, sowie der mehr als 9000 Detailbeobachtungen, die bis Februar 1999 durchgeführt wurden, bilden eine unschätzbare Quelle wertvoller wissenschaftlicher Informationen.
Die gegenwärtigen Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf die Analyse der Daten der beiden grossen Röntgenobservatorien XMM-Newton, gestartet im Dezember 1999 und Chandra, gestartet im Juli 1999. Das MPE war wesentlich an der Entwicklung, Funktionstests und der Eichung der Röntgenteleskope und der EPIC-pn Kamera für XMM-Newton und dem Niederenergie-Transmissionsgitter-Spektrographen (Low Energy Transmission Grating, LETG) für Chandra beteiligt.
Die Röntgenastronomie befasst sich mit Phänomenen, die am Ende der Lebenszyklen von Sternen auftreten: Supernova Explosionen, Neutronensterne, und stellare Schwarze Löcher. Weit ausserhalb unserer eigenen Galaxis wird der Röntgenhimmel von aktiven Galaxien und Galaxienhaufen dominiert. Aktive Galaxien, wie Radio Galaxien, Seyfert Galaxien und Quasare beherbergen Materie-akkretierende, super-massereiche Schwarze Löcher in ihren Zentren, welche für die Aktivität verantwortlich sind. Galaxienhaufen gehören zu den grössten physikalischen Strukturen in unserem Universum. Normale Sterne und Galaxien können auch mit modernen Röntgenteleskopen untersucht werden. Sogar Kometen und Planeten in unserem Sonnensystem sind im Röntgenlicht sichtbar. Die Forschungsaktivitäten der Röntgengruppe decken alle diese hochenergetischen Phänomene ab.
Für einen umfassenderen Überblick siehe auch: Entwicklung der Röntgenastronomie am MPE.

© Roentgengruppe des MPE (group)
letzte Änderung:10-10-2006, Editor dieser Seite:Frank Haberl


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