MPE/xray/wave
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik

 

Verweis English version .  MPE . HEG  . Röntgen-Astronomie . Wave . ROSAT
Röntgen-Astronomie
Wave
ROSAT
Der Röntgensatellit ROSAT
Highlights
Gallery
Publikationen
Workshops
Kalibration
Timelines
Datenprozessierung
News
ROSAT Results Archive
Kataloge
ROSAT Link & Surf
XMM-Newton
Chandra
Weitere Projekte
Datenzentrum
Exsas

Impressum
Kontakt

Valid HTML 4.01!

Zur MPE-Hauptseite
  Zur ROSAT-Hauptseite

ROSAT

Der Röntgensatellit ROSAT, ein Gemeinschaftsprojekt von Deutschland, den Vereinigten Staaten und England, wurde Juni 1990 in eine 550-km Umlaufkreisbahn geschickt. Er trägt zwei abbildende Teleskope, die im weichen Röntgen- (0,2-2,4 keV) und extremen UV-Bereich (EUV, 0,06-0,2 keV) operieren. Das Röntgenteleskop besteht aus vier ineinander geschachtelten Spiegelschalen vom Wolter Typ-I. Bei der Herstellung der Röntgenspiegel - seinerzeit die grössten und genauesten - wurde mit der Verwendung von Zerodur und extremen Anforderungen an Oberflächenrauhigkeit (0,25  nm rms) Neuland beschritten. In die Fokalebene des Spiegelsystems konnten zwei positionsempfindliche Proportionalzähler (PSPC, 20 Bogensekunden) sowie ein hochauflösender Bildwandler (HRI, 5 Bogensekunden) gebracht werden. Das EUV-Teleskop bestand aus drei geschachtelten Wolter-Schwarzschild Spiegeln mit zwei Kanalplatten-Detektoren (3 Bogenminuten) im Fokus. Der Satellit und das Röntgenteleskop wurde in Deutschland entworfen, gebaut und betrieben. Die NASA stellte eine Delta-Rakete für den Start und den hochauflösenden Bildwandler zur Verfügung, während England den Bau und Betrieb des EUV-Teleskop beisteuerte. Die ROSAT-Datenzentren wurden und werden vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching (Röntgen) und der Universität Leicester (EUV) geführt mit Ablegern beim Goddard Space Flight Center und anderen Forschungszentren.

ROSAT hat die erste Himmelsdurchmusterung mit einem abbildenden Teleskop durchgeführt, in der 125.000 Röntgen- und 479 EUV-Quellen entdeckt wurden. Darüber hinaus wurde die diffuse galaktische Röntgenstrahlung mit einer bisher nicht erreichten Winkelauflösung von < 1  Bogenminute kartographisch erfasst. Die meiste Zeit der Mission wurde gezielten Beobachtungen ausgewählter Objekte gewidmet. Insgesamt wurden 4580 PSPC- und 4482 HRI-Felder mit Zeiten zwischen 2.000 und 1 Million Sekunden beobachtet. Für diese Beobachtungen waren bis zu 700 Wissenschaftler aus 24 Ländern verantwortlich. Die Gesamtzahl der auf ROSAT gestützten Veröffentlichungen beträgt 4787, 54,9% davon in renommierten Fachzeitschriften (Stand August 2001). Alle Daten der ROSAT-Mission sind geeicht, archiviert und stehen in Katalogen unter der Adresse http://www2011.mpe.mpg.de/xray/wave/rosat/catalogue/index.php zur Verfügung.

ROSAT wurde im Februar 1999 nach 8 1/2 Jahren erfolgreicher Mission abgeschaltet.

Ausgewählte Höhepunkte

*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*
*

top



© Roentgengruppe des MPE (group)
letzte Änderung:, Editor dieser Seite:


up © Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik