Detektor-Entwickler*in (Physiker*in / Ingenieur*in) (m/w/d)

Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching

Astronomie & Astrophysik Komplexe Systeme

Ausschreibungsnummer: 14/2020

Stellenangebot vom 15. September 2020

Das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) in Garching bei München ist mit seinen Arbeitsbereichen Infrarot- und Submillimeter-Astronomie, Hochenergie-Astronomie, Optische Astronomie und Astrochemie weltweit führend auf dem Gebiet der bodengebundenen und weltraumgestützten experimentellen Astronomie und entwickelt, baut und testet wissenschaftliche Instrumente, die zum Betrieb an Großteleskopen (VLT, LBT, ELT) und zum Einbau in Satelliten (XMM-Newton, Herschel, eROSITA, Athena) bestimmt sind. Für die Entwicklung von Halbleiterdetektoren für ein zukünftiges Röntgensatellitenprojekt suchen wir zum nächstmöglichen Termin eine/n Detektor-Entwickler*in (Physiker*in / Ingenieur*in) (m/w/d).

Für Satellitenprojekte im Bereich der Röntgenastronomie werden am MPE spektroskopische Detektoren entwickelt mit hoher Energie-, Zeit- und Ortsauflösung bei gleichzeitig hoher Nachweiswahrscheinlichkeit (Quanteneffizienz) im Energiebereich von 0.1 keV bis 15 keV. Auf dem Satelliten werden die von Himmelsobjekten emittierten Photonen durch Röntgen-Spiegelsysteme auf den Detektor fokussiert, der weltraumtauglich konzipiert sein muss. Betrieben wird der Detektor mittels einer aufwändigen Ansteuer- und Signalverarbeitungselektronik. Die Energieauflösung beträgt beispielsweise 130 eV Halbwertbreite bei einer Photonen-Energie von 6 keV. Das Ausleserauschen des Gesamtsystems entspricht wenigen Elektronen Äquivalentladung. Die Siliziumsensoren mit integrierten Transistoren werden gemeinsam mit dem Halbleiterlabor der Max-Planck-Gesellschaft entwickelt. Für die schnelle und rauscharme Auslese werden maßgeschneiderte ASICs eingesetzt, die in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern entwickelt werden.

Ihre Aufgaben

Zu Ihrem anspruchsvollen Aufgabenbereich gehören Aufbau und Betrieb des Detektorsystems mit einer 19-zelligen Siliziumdriftkammer als Sensor, Auswertung der Daten sowie die zugehörige Dokumentation. Die Tätigkeit erfolgt in Zusammenarbeit mit den Fachkollegen am MPE und den Partnerinstituten.

Ihr Profil

Diese Aufgaben erfordern eine abgeschlossene wissenschaftliche Universitäts- oder Hochschulausbildung als Master/Diplom-Physiker oder -Ingenieur oder eine vergleichbare Qualifikation, vorzugsweise mit Promotionsabschluss. Erforderlich sind Kenntnisse über Halbleiterdetektoren, angewandte Elektronik und experimentelle Testverfahren. Idealerweise arbeiten Sie sich gerne in anspruchsvolle Themengebiete ein und haben bereits Erfahrung in Entwicklungsprojekten.

Unser Angebot

Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet; eine Weiterbeschäftigung darüber hinaus wird angestrebt.

Das MPE bietet Ihnen ein hervorragendes wissenschaftliches Umfeld am prosperierenden Forschungsgelände in Garching. Weitere Informationen über das MPE finden Sie unter http://www.mpe.mpg.de. Zusammen mit unseren Projektwissenschaftlern und Ingenieuren nehmen Sie teil an den spannenden und aktuellen Entwicklungen im Bereich der Instrumentierung für die satellitengestützte Astronomie. Die Bezahlung erfolgt nach Ihrer Qualifikation und Berufserfahrung nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).

Die Max-Planck-Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen schwerbehinderter Menschen sind ausdrücklich erwünscht.

Die Max-Planck-Gesellschaft strebt nach Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt.

Ferner will die Max-Planck-Gesellschaft den Anteil an Frauen in den Bereichen erhöhen, in denen sie unterrepräsentiert sind. Frauen werden deshalb ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben.

Ihre Bewerbung

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihre vollständige Onlinebewerbung bis zum 04.10.2020.

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