Physiker*in (m/w/d) zur Modellierung und Analyse von Satelliten-Instrumentierung

Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching

Art der Stelle

Wissenschaftler

Astronomie & Astrophysik Komplexe Systeme

Ausschreibungsnummer: 09/2021

Stellenangebot vom 16. Juni 2021

Das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) ist mit seinen Arbeitsbereichen Infrarot- und Submillimeter-Astronomie, Hochenergie-Astronomie, Optische Astronomie und Astrochemie weltweit führend auf dem Gebiet der bodengebundenen und weltraumgestützten experimentellen Astronomie und entwickelt, baut und testet wissenschaftliche Instrumente, die zum Betrieb an Großteleskopen (VLT, LBT, ELT) und zum Einbau in Satelliten (XMM-Newton, Herschel, eROSITA, Athena) bestimmt sind. Für die Entwicklung des Wide Field Imager (WFI) Instruments für das Weltraum-Röntgen-Observatorium Athena der ESA suchen wir eine/n

Physiker*in (m/w/d) zur Modellierung und Analyse von

Satelliten-Instrumentierung

(Projekt Athena WFI)

Kennziffer 09/2021

Im Rahmen der ESA Mission Athena ist das MPE als Leiter eines internationalen Konsortiums verantwortlich für die Entwicklung der Wide Field Imager (WFI) Kamera, einem von insgesamt zwei Instrumenten auf dem Röntgensatelliten. Die WFI Kamera ermöglicht die orts- und zeitaufgelöste Spektroskopie von Röntgenphotonen im Energiebereich von 200 eV bis 15 keV über ein großes Gesichtsfeld. Kernbausteine der Röntgenkamera sind speziell für dieses Projekt entwickelte aktive Pixelsensoren auf Siliziumbasis sowie zugehörige Ansteuer- und Auslese-ASICs und die Detektorelektronik.

Ihre Aufgaben sind:

  • Modellierung und Simulation von Eigenschaften des Siliziumdetektors und ggf. Vergleich mit Messungen
  • Simulation der Auswirkung von Strahlung auf die Kamera (u.a. mittels GEANT4 und FASTRAD)
  • Mitarbeit an der Entwicklung der modularen Datenanalyse (C++, Python)
  • Auswertung von Messdaten zur Bestimmung charakteristischer Eigenschaften (Rauschen, Verstärkung, Energieauflösung, Übersprechen, Nichtlinearität, etc.)
  • Interpretation und Dokumentation der Ergebnisse

Folgende Qualifikationen sind Voraussetzung:

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master) im Studienbereich Physik oder mit gleichwertigen Fähigkeiten und Erfahrungen
  • Praktische Erfahrung im Umgang mit Modellierung und Simulation
  • Vertrautheit mit objektorientierter Programmierung in C++ und Python
  • Kenntnisse über Halbleiterphysik 

Wir bieten:

  • Ein anspruchsvolles und interdisziplinäres Arbeitsumfeld mit spannenden Tätigkeiten im Bereich der Entwicklung von Satelliteninstrumentierung
  • Sie arbeiten im Team mit erfahrenen Physikern und Ingenieuren
  • Faire Bezahlung gemäß Ihrer Qualifikation und Berufserfahrung nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)
  • Betriebliche Altersversorgung
  • Familienservice, Kinderkrippe und Kindergarten am Forschungscampus
  • Vergünstigte Tarife bei bestimmten Versicherungen
  • U-Bahnstation U6 direkt vor dem Institut, vergünstigte MVV-Jobtickets
  • Kostenlose Parkplätze auf dem Institutsgelände 

Die Stelle ist zunächst bis 31.12.2022 befristet, aber eine Fortsetzung der Beschäftigung darüber hinaus ist geplant.

Die Max-Planck-Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen schwerbehinderter Menschen sind ausdrücklich erwünscht. Die Max-Planck-Gesellschaft strebt nach Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt. Ferner will die Max-Planck-Gesellschaft den Anteil an Frauen in den Bereichen erhöhen, in denen sie unterrepräsentiert sind. Frauen werden deshalb ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben.

Informationen über die Arbeit des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik finden sich unter https://www.mpe.mpg.de.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihre vollständige Onlinebewerbung bis zum 31.07.2021.

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