Physik-Nobelpreis 2020 für Reinhard Genzel

Gemeinsam mit Roger Penrose und Andrea Ghez erhielt MPE-Direktor Reinhard Genzel den Nobelpreis für Physik 2020. Die königlich schwedische Akademie der Wissenschaften ehrte die Wissenschaftler für ihre Forschungen an schwarzen Löchern aus. Die Gruppe um Genzel beobachtet bereits seit vielen Jahren mit hochpräzisen Methoden die unmittelbare Umgebung um das schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße und bestimmte seine Masse. Sie finden auf dieser Seite eine Zusammenstellung relevanter Ergebnisse und Links zu der Erforschung des galaktischen Zentrums.

Forschungsmeldungen zum Galaktischen Zentrum

GRAVITY zoomt auf Sterne rund um das supermassereiche Schwarze Loch im Herzen unserer Milchstraße mehr

Beobachtungen unter Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik haben zum ersten Mal gezeigt, dass ein Stern, der um das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße kreist, sich so bewegt, wie von Einstein’s Allgemeiner Relativitätstheorie vorhergesagt. Die Bahn folgt einer Rosette und nicht einer Ellipse, wie Newtons Schwerkrafttheorie vorhersagen würde. Dieses lange gesuchte Ergebnis wurde möglich durch immer präzisere Messungen mit ESO-Teleskopen über fast 30 Jahre hinweg, mit denen die Wissenschaftler die Geheimnisse des Schwerkraftmonsters, das im Herzen unserer Galaxie lauert, entschlüsseln konnten. mehr

GRAVITY-Instrument findet weitere Hinweise darauf, dass sich im Zentrum der Milchstraße ein Schwarzes Loch befindet. mehr

Beobachtungen des Galaktischen-Zentrum-Teams am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) zeigen erstmals die von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie vorhergesagten Auswirkungen auf die Bewegung eines Sterns durch das extreme Gravitationsfeld nahe dem supermassereichen Schwarzen Loch im Zentrum der Milchstraße. Dieses lang ersehnte Ergebnis ist der Höhepunkt einer 26-jährigen Beobachtungskampagne mit den Teleskopen der ESO in Chile. mehr

Erfolgreiche Beobachtungen von GRAVITY mit den 8m VLT Teleskopen der ESO mehr

Erfolgreiche Inbetriebnahme von GRAVITY am VLTI mehr

Im November präsentierten Astronomen des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik neue Beobachtungen der Gaswolke G2 im galaktischen Zentrum, die ursprünglich 2011 entdeckt worden war. Diese Daten stimmen bemerkenswert gut mit einer fortlaufenden Störung durch Gezeitenkräfte überein. Völlig überraschend kam allerdings die Entdeckung, dass die Umlaufbahn der Gaswolke G2 derjenigen einer anderen Gaswolke entspricht, die bereits vor etwa zehn Jahren beobachtet wurde. Die könnte darauf hindeuten, dass G2 in der Tat Teil eines viel umfangreicheren Gasflusses ist. Dies würde auch zu einigen der Szenarien passen, die vorgeschlagen wurden um die Anwesenheit von G2 zu erklären, wie zum Beispiel ein Modell, bei dem G2 vom Wind eines massereichen Sterns stammt. mehr

Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften gab heute bekannt, dass der Crafoord-Preis in Astronomie 2012 gemeinsam an Reinhard Genzel vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching, und Andrea Ghez von der University of California, Los Angeles, USA, verliehen wird "für ihre Beobachtungen der Sterne, die das galaktische Zentrum umkreisen und damit auf ein massereiches Schwarzes Loch hinweisen". mehr

In den nächsten Jahren können Astronomen direkt beobachten, wie das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße gefüttert wird: Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik haben eine Gaswolke entdeckt, die in Richtung des Schwarzen Lochs im galaktischen Zentrum fällt. Die Forscher sehen bereits wie die Gaswolke durch die extreme Anziehungskraft des Schwarzen Lochs in die Länge gezogen wird; in den nächsten zwei Jahren wird die Gaswolke komplett zerrissen und schließlich vom Schwarzen Loch geschluckt werden, wodurch sich die Röntgenstrahlung stark erhöhen dürfte. Dies wird in einem Artikel in Nature beschrieben, der am 14. Dezember 2011 online veröffentlicht wird. mehr

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