Paola Caselli zur Oort-Professorin 2026 ernannt

15. Mai 2026

Paola Caselli, Direktorin am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, wurde zur Oort-Professorin 2026 an der Universität Leiden ernannt. Sie wird die Oort-Vorlesung halten und damit nach dem Nobelpreisträger Reinhard Genzel die zweite Oort-Professorin des MPE sein.

Paola Caselli, Direktorin des Zentrums für Astrochemische Studien (CAS) am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE), wurde zur Oort-Professorin 2026 an der Universität Leiden ernannt. Mit dieser prestigeträchtigen Ernennung ist die Ehre verbunden, die jährliche Oort-Vorlesung zu halten, einen öffentlichen Vortrag für ein breites, an Astronomie interessiertes Publikum,  Professorin Caselli tritt damit in die Fußstapfen des Nobelpreisträgers und Direktors der Infrarot-/Submillimeter-Gruppe, Reinhard Genzel, der die Oort-Professur im Jahr 2000 innehatte, und ist damit die zweite Forscherin des MPE, die die Oort-Vorlesung hält.

In ihrer Forschung konzentriert sich Caselli auf die physikalisch-chemischen Prozesse in dichten Molekülwolken, insbesondere in den frühesten Stadien der Stern- und Planetenentstehung. Ihre Arbeit hat maßgeblich dazu beigetragen, unser Verständnis davon zu vertiefen, wie Sterne und Planetensysteme aus interstellarem Material entstehen. Seit 2014 ist sie Direktorin des Zentrums für Astrochemische Studien am MPE. Neben ihrer Führungsrolle am MPE ist Paola Caselli Honorarprofessorin an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Mitglied der Akademie von Europa. Ihre herausragende internationale Karriere umfasst Forschungsaufenthalte an der Harvard University, der University of California in Berkeley, der University of Leeds und am Osservatorio Astrofisico di Arcetri in Florenz.

Über die Oort-Professur und die Oort-Vorlesung:

Die Oort-Professur und die Oort-Vorlesung sind nach Jan Hendrik Oort (1900–1992) benannt, einem wegweisenden Astronomen und ehemaligen Professor an der Universität Leiden. Oorts bahnbrechende Forschungen legten den Grundstein für unser Verständnis der Struktur der Milchstraße, der Entstehung von Kometen und der Entwicklung der Radioastronomie. Er wurde 1972 von der Astronomischen Gesellschaft mit der Karl-Schwarzschild-Medaille ausgezeichnet. Bemerkenswert ist, dass Paola Caselli selbst im vergangenen Jahr die Karl-Schwarzschild-Medaille erhielt, als Anerkennung für ihre bahnbrechenden Beiträge zur Astrochemie und Sternentstehung.

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