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Dr. Hannelore Hämmerle
MPE Pressesprecherin
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Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching

Neuigkeiten am MPE

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Ferne Galaxien bestehen hauptsächlich aus Gas und Sternen – wo ist die Dunkle Materie?

16. März 2017
Neue Beobachtungen von rotierenden Galaxien vor rund 10 Milliarden Jahren zeigen überraschenderweise, dass diese massereichen Galaxien vollständig von baryonischer oder "normaler" Materie dominiert werden; Dunkle Materie spielt eine viel kleinere Rolle in vergleichbaren Regionen ihrer äußeren Scheibe als im lokalen Universum. Die internationale Forschergruppe am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik untersuchte die Rotationskurven in den äußeren Scheiben von sechs Galaxien (bis zu einer Entfernung von ca. 65000 Lichtjahren vom Zentrum) und stellte fest, dass ihre Rotationsgeschwindigkeiten nicht konstant sind, sondern mit größerem Radius kleiner werden. Diese Erkenntnisse werden durch Beobachtungen von mehr als 200 weiteren Galaxien unterstützt, wobei unterschiedliche Schätzungen ihres dynamischen Zustands ebenfalls auf einen hohen baryonischen Massenanteil deuten. Darüber hinaus zeigt die Analyse, dass in diesen frühen Galaxien die Scheibe viel dicker ist und mit turbulenten Bewegungen zur dynamischen Stabilität beiträgt. Diese Ergebnisse wurden nun in einem Artikel in der Zeitschrift Nature veröffentlicht, zusammen mit drei weiteren Artikeln im Astrophysical Journal. [mehr]
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Tiefer Einblick in Gasregionen mit Sternentstehung außerhalb unserer Milchstraße

13. März 2017
Ein internationales Team von Astronomen, geleitet vom MPE, konnte mit dem Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA) in die nahe gelegene Galaxie NGC 6822 hinein zoomen. Die neuen ALMA-Beobachtungen zeigen die Struktur von Gaswolken mit Sternentstehung in einer derart hohen Detailfülle, dass es nun möglich ist, diese mit ähnlichen Regionen in unserer Heimatgalaxie zu vergleichen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Physik der Sternentstehung in ursprünglichen Galaxien geringer Masse - den Bausteinen massereicherer Galaxien – dieselbe ist, wie in unserer eigenen Galaxie. [mehr]
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Staubstreuhalos nun 1000 mal zitiert

23. Februar 2017
Eine Veröffentlichung aus dem Jahr 1995 über ROSAT-Beobachtungen von Staubhalos hat jetzt mehr als 1000 Zitierungen erreicht und nimmt damit eine Spitzenstellung unter den mehr als 9000 Artikeln ein, die sich mit den den "heißen" Themen der Astrophysik wie Supernovae, Neutronensterne, Schwarzen Löchern, Quasaren oder Galaxienhaufen. Wie kommt es, dass ein Nischenthema wie der interstellare Staub eine so starke Resonanz erzeugt? [mehr]

Eine Reise von einer Million Meilen beginnt mit dem ersten Schritt - eROSITA fliegt nach Russland für den Raketenstart 2018

20. Januar 2017
Am 20. Januar 2017 wurde das fertig gestellte eROSITA-Röntgenteleskop in München, wo es am Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik gebaut worden war, in ein Frachtflugzeug verladen und nach Russland transportiert. Wie jeder andere Passagier auch musste es erst den Zoll passieren, bevor es nach Moskau weiterreisen konnte. Hier wird eROSITA voraussichtlich am 25. Januar bei der Firma Lavochkin im Moskauer Vorort Khimki ankommen und in den kommenden Monaten zur Vorbereitung auf den Raketenstart weiter getestet und mit der Raumfähre "SRG" integriert. Sobald es dann 2018 an seinem Beobachtungspunkt, etwa 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, angelangt ist, wird eROSITA eine hochempfindliche Durchmusterung des gesamten Himmels im Röntgenlicht durchführen. [mehr]
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Pan-STARRS veröffentlicht Katalog mit 3 Milliarden astronomischen Quellen

19. Dezember 2016
Das Pan-STARRS-Projekt, an dem auch Astronomen an den Max-Planck-Instituten für Astronomie in Heidelberg und für extraterrestrische Physik in Garching beteiligt sind, veröffentlicht heute die weltweit größte digitale Himmelsdurchmusterung. Der Katalog basiert auf Beobachtungsdaten, die über vier Jahre gesammelt wurden, umfasst mehr als 3/4 des Nachthimmelsund liefert nun umfangreiche Informationen über mehr als 3 Milliarden Sterne, Galaxien und andere Quellen. [mehr]
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Ein internationales Team von Wissenschaftlern entdeckt einen Superhaufen von Galaxien, der sich hinter dem Band der Milchstraße verbirgt

16. November 2016
Ein internationales Team von Astronomen hat eine bisher unbekannte, außergewöhnliche Konzentration von Galaxien im Sternbild Vela entdeckt und sie den „Vela-Superhaufen“ getauft. Die gravitative Anziehungskraft dieser großen Massenansammlung in unserer näheren kosmischen Umgebung sollte einen Einfluss auf die Bewegung unserer Lokalen Galaxiengruppe haben, zu der auch die Milchstraße gehört. Dies könnte helfen, die Pekuliargeschwindigkeit der Lokalen Gruppe in Bezug auf den kosmologischen Mikrowellenhintergrund zu erklären. [mehr]
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Eine Galaxie mit Doppel-Herz

14. Oktober 2016
Neue hochauflösende Bilder der riesigen elliptischen Galaxie NGC 5419 zeigen deutlich eine Doppelstruktur im Kern. Der Grund hierfür blieb unklar, bis Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik nun die Geschwindigkeiten der Sterne genau vermessen haben. Eine detaillierte Analyse der Bilder sowie der kinematischen Daten legen nahe, dass diese Galaxie zwei Schwarze Löcher in ihrem Zentrum beherbergt, mit einer Gesamtmasse von mindestens 7 Milliarden Sonnenmassen und einem Abstand von nur etwa 200 Lichtjahren. [mehr]
 
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