Astronomen finden in dem Galaxienhaufen das mit 40 Milliarden Sonnenmassen schwerste schwarze Loch im nahen Universum

Schwergewicht im Herzen von Abell 85

Astronomen finden in dem Galaxienhaufen das mit 40 Milliarden Sonnenmassen schwerste schwarze Loch im nahen Universum
Die ersten Beobachtungswochen mit dem Röntgenteleskop eROSITA demonstrieren eine blendende Leistung und versprechen einen Durchbruch in unserem Verständnis des energiereichen Universums.

Die Schönheit des verborgenen Universums: eROSITA liefert beeindruckende erste Bilder des Röntgenhimmels

Die ersten Beobachtungswochen mit dem Röntgenteleskop eROSITA demonstrieren eine blendende Leistung und versprechen einen Durchbruch in unserem Verständnis des energiereichen Universums.
Der physikalische Prozess, der Gamma-Strahlenausbrüchen ihre Energie verleiht, könnte doch Synchrotronstrahlung sein.

Was treibt die mächtigsten Explosionen im Universum an?

Der physikalische Prozess, der Gamma-Strahlenausbrüchen ihre Energie verleiht, könnte doch Synchrotronstrahlung sein.
Hochaufgelöste Bilder eines jungen Doppelsternsystems zeigen zum ersten Mal ein komplexes Netzwerk von Filamenten, die zwei Protosterne in der Mitte der gemeinsamen Akkretionsscheibe speisen. Mit diesen Beobachtungen konnte ein internationales Team von Astronomen unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik einen zweistufigen Akkretionsprozess nachweisen, der wichtige Informationen über die Bedingungen bei der Entstehung und Entwicklung von jungen Doppelsternsystemen liefert.

Gas aus gemeinsamer Scheibe speist junge Zwillingssterne

Hochaufgelöste Bilder eines jungen Doppelsternsystems zeigen zum ersten Mal ein komplexes Netzwerk von Filamenten, die zwei Protosterne in der Mitte der gemeinsamen Akkretionsscheibe speisen. Mit diesen Beobachtungen konnte ein internationales Team von Astronomen unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik einen zweistufigen Akkretionsprozess nachweisen, der wichtige Informationen über die Bedingungen bei der Entstehung und Entwicklung von jungen Doppelsternsystemen liefert.
Wie entstehen Sterne und Planeten? Die Wissenschaftler sind der Beantwortung dieser Frage nun einen Schritt näher gekommen, indem sie die Bedingungen für die Entstehung von proto-stellaren Scheiben genauer einschränken konnten. Beobachtungen von drei Systemen in der Perseuswolke in einer frühen Phase der Sternentstehung zeigen, dass das Verlaufsprofil des Drehimpulses in diesen Systemen zwischen den Erwartungen für einen Festkörper und reine Turbulenzen liegt. Dies duetet darauf hin, dass der Einfluss des Kerns weiter nach außen reicht als bisher angenommen. Diese Ergebnisse könnten zu realistischeren Ausgangsbedingungen für numerische Simulationen der Scheibenbildung führen.

Wie sich eine Scheibe um junge Protosterne dreht

Wie entstehen Sterne und Planeten? Die Wissenschaftler sind der Beantwortung dieser Frage nun einen Schritt näher gekommen, indem sie die Bedingungen für die Entstehung von proto-stellaren Scheiben genauer einschränken konnten. Beobachtungen von drei Systemen in der Perseuswolke in einer frühen Phase der Sternentstehung zeigen, dass das Verlaufsprofil des Drehimpulses in diesen Systemen zwischen den Erwartungen für einen Festkörper und reine Turbulenzen liegt. Dies duetet darauf hin, dass der Einfluss des Kerns weiter nach außen reicht als bisher angenommen. Diese Ergebnisse könnten zu realistischeren Ausgangsbedingungen für numerische Simulationen der Scheibenbildung führen.
Das MPE-Teleskop wird unsere Sicht auf das sich stetig ändernde, heiße Universum revolutionieren.

Start von eROSITA läutet neue Ära der Röntgenastronomie ein

Das MPE-Teleskop wird unsere Sicht auf das sich stetig ändernde, heiße Universum revolutionieren.
Die Entstehung von Sternen in interstellaren Gaswolken verläuft sehr schnell, aber auch sehr ineffizient. Durch die Strahlung der Sterne wird ein Großteil des Gases zerstreut, was zu einem heftigen Wechselspiel führt: die Sternentstehungsregionen funkeln wie beim Feuerwerk. Zu diesem Schluss kommt ein Forscherteam unter Beteiligung von Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik anhand von Beobachtungen der Spiralgalaxie NGC300.

Junge Sterne lassen Galaxien wie beim Feuerwerk glitzern

Die Entstehung von Sternen in interstellaren Gaswolken verläuft sehr schnell, aber auch sehr ineffizient. Durch die Strahlung der Sterne wird ein Großteil des Gases zerstreut, was zu einem heftigen Wechselspiel führt: die Sternentstehungsregionen funkeln wie beim Feuerwerk. Zu diesem Schluss kommt ein Forscherteam unter Beteiligung von Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik anhand von Beobachtungen der Spiralgalaxie NGC300.
Das GRAVITY-Instrument am Very Large Telescope Interferometer (VLTI) der ESO hat die erste direkte Beobachtung eines Exoplaneten mittels optischer Interferometrie vorgenommen. Diese Methode zeigt eine komplexe Atmosphäre eines Exoplaneten mit Wolken aus Eisen und Silikat, die in einem planetenweiten Sturm zirkulieren. Die Technik bietet einzigartige Möglichkeiten, viele der heute bekannten Exoplaneten zu charakterisieren.

GRAVITY zeigt Details eines sturmgepeitschten Exoplaneten

Das GRAVITY-Instrument am Very Large Telescope Interferometer (VLTI) der ESO hat die erste direkte Beobachtung eines Exoplaneten mittels optischer Interferometrie vorgenommen. Diese Methode zeigt eine komplexe Atmosphäre eines Exoplaneten mit Wolken aus Eisen und Silikat, die in einem planetenweiten Sturm zirkulieren. Die Technik bietet einzigartige Möglichkeiten, viele der heute bekannten Exoplaneten zu charakterisieren.

Personen und Projekte


Mit Start der SRG-Himmelsdurchmusterung beginnt eROSITA seine Mission: die genaueste Karte des Röntgenhimmels

8. Dezember 2019

Die russisch-deutsche SRG-Mission, die am 13. Juli 2019 von Baikonur zum zweiten Lagrange-Punkt (L2) des Erde-Sonne-Systems gestartet wurde, hat nun mit ihrer Hauptaufgabe begonnen. Nach umfangreichen Tests zur Inbetriebnahme, Kalibrierung und Leistungsüberprüfung seiner beiden Röntgenteleskope (ART-XC und eROSITA) startet die Raumsonde am 8. Dezember mit der Beobachtung des Himmels im kontinuierlichen Scan-Modus. Da SRG der Umkreisung der Erde und damit auch des L2-Punktes um die Sonne folgt, wird sie in den nächsten 4 Jahren acht vollständige Messungen des gesamten Himmels durchführen: alle sechs Monate eine Himmelsdurchmusterung. Vorhersagen deuten darauf hin, dass eROSITA, das am MPE konzipiert, konstruiert und gebaut wurde, im Laufe dieser Zeit etwa 100.000 Galaxienhaufen, 3 Millionen akkretierende supermassereiche Schwarze Löcher und eine halbe Million aktive Sterne entdecken sollte.

Gammablitz mit Ultra-Strahlkraft

Beobachtungen von zwei Gammastrahlenausbrüchen lieferten die energiereichsten Photonen, die je von diesen gewaltigen Explosionen aufgefangen wurden. Mit Energieen im TeV-Bereich besitzen sie rund 100 Milliarden Mal so viel Energie wie sichtbares Licht. Die Ergebnisse, die diese Woche in drei Nature-Papers vorgestellt wurden, geben Einblicke in die Prozesse, die derart energiereiche Ereignisse auslösen. MPE-Wissenschaftler waren mit Beobachtungen sowohl mit der GROND-Kamera am MPI/ESO 2,2m-Teleskop als auch mit dem Gamma-ray-Burst-Monitor an Bord des Fermi-Weltraumobservatoriums beteiligt.

Ewine van Dishoeck mit Karl-Schwarzschild-Medaille 2019 ausgezeichnet

Ewine van Dishoeck, Professorin für Molekulare Astrophysik an der Universität Leiden und externes wissenschaftliches Mitglied am MPE, erhält die Karl-Schwarzschild-Medaille 2019 für ihre Forschungen zur Entstehung von Sternen und Planeten.
Der Fokus ihrer Forschung liegt auf dem Verständnis der Materie zwischen den Sternen: große Gas- und Staubwolken, die die Geburtsstätten für Sonnensysteme wie unseres sind. Mithilfe von Beobachtungen hat sie in Theorie und Experiment gezeigt, wie sich Moleküle in diesen interstellaren Wolken bilden und entwickeln.
Die offizielle Verleihung wird während der AG-Jahrestagung vom 16.-20. September 2019 in Stuttgart stattfinden.

Nächste Veranstaltungen

Lorentz violation and beta decay

16.12.2019 11:00 - 12:00
Max-Planck-Institut für Physik / MPP, (Werner-Heisenberg-Institut), Föhringer Ring 6, 80805 München , Raum: Container 31C

Unified Imaging and Calibration in Radio Interferometry

16.12.2019 15:30 - 16:30
MPA, Raum: Old Lecture Hall, 401

Higgs physics at the LHC: Status, Challenges and Opportunities

16.12.2019 16:00 - 17:00
Max-Planck-Institut für Physik / MPP, (Werner-Heisenberg-Institut), Föhringer Ring 6, 80805 München , Raum: Auditorium

"Meet the speaker''

16.12.2019 16:00 - 17:00
Physik LMU, Schellingstr. 4, Munich , Raum: H522

Advanced methods in x-ray imaging - from x-ray physics to biomedical applications

16.12.2019 17:15 - 18:30
Physik LMU, Schellingstr. 4, Munich , Raum: H030

Interpreting traces of planets in their birth environment

17.12.2019 12:00 - 13:00
ESO Headquarters, Garching, Raum: Library (room 365)

Stellenangebote

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MPG Adventskalender

Es ist wieder soweit: Bis Weihnachten öffnen wir für Sie jeden Tag ein Türchen mit Bildern aus der Wissenschaft – und vielen spannenden Forschungsgeschichten. Viel Spaß beim Stöbern und Staunen!

Das Hintergrundbild des Adventskalenders führt uns in diesem Jahr in den hohen Norden. Nirgendwo wird der Klimawandel so deutlich sichtbar wie hier: Das arktische Meereis schmilzt schneller als je zuvor, schon zum Ende dieses Jahrhunderts könnte der Nordpol im Sommer komplett eisfrei sein.

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