Berichte über CIPS

Die Zeitschrift Max-Planck Forschung berichtet in Heft 1/2001 S. 87  über die Gründung von fünf "institutsübergreifenden Forschungsinitiativen", darunter das CIPS.

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In den MPE Jahresberichten 2000 bis 2005 wurde regelmäßig über die Arbeiten des CIPS berichtet:

Jahresbericht 2000: II / 5 , III / 5
Jahresbericht 2001:  I / 5 , III / 5
Jahresbericht 2002:
   Kapitel  2.5  S. 109 ff. und 3.5  S. 151 ff.
Jahresbericht 2003:
   Kapitel  2.5  S. 83 ff. und 3.5  S. 121 ff.
Jahresbericht 2004:
   Kapitel  3.5,   S. 105 ff.
Jahresbericht 2005:
   Kapitel  3.4.3,  S. 112

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Zusätzlich gab es für den Fachbeirat zwei Berichte:

  • Zwischenbericht (2002)
    (in englischer Sprache; pdf;  nur die Zusammenfassung ist hier verlinkt;  Bibliotheks-Nummer AL 40/211 II)

Experimentelle Komplexe Plasmen

Centre for Interdisciplinary Plasma Science

2000  -  2004

Im Rahmen des Förderprogramms "institutsübergreifende Forschungsinitiativen" der Max-Planck-Gesellschaft, in dem interdisziplinäre Forschungsvorhaben gefördert wurden, bei denen gleichzeitig mehrere Max-Planck-Institute zusammenarbeiteten, wurde am 1. Januar 2000 das "Centre for Interdisciplinary Plasma Science" (CIPS) gegründet.

Ein im Jahr 1994 am MPE entdeckter neuer Plasmazustand – er wird allgemein als „Plasmakondensation” beschrieben – spielte bei dem Garchinger Forschungsverbund eine besondere Rolle: Plasmen, die mit Partikeln in Mikrometergröße angereichert sind. Diese Teilchen laden sich im Plasma elektrisch auf, verhalten sich damit wie Atome, sind jedoch ungleich größer und deshalb sichtbar. In solchen „komplexen” Plasmen ordnen sich die Mikropartikel in selbst organisierten, regelmäßigen „kristallinen” Strukturen an – ohne dass die wesentlichen Plasma-Eigenschaften verloren gehen. Damit eignen sich diese „Plasma-Kristalle” als makroskopische Modellsysteme, mit denen bisher kaum verstandene physikalische Prozesse wie die Phasenübergänge (fest, flüssig, gasförmig) gleichsam auf atomarer Ebene beobachtet werden können.

Weitere Schwerpunkte des „CIPS” waren die „Theoretische Plasmaphysik” mit dem Ziel, das Verhalten des Plasmas numerisch zu erfassen und vor allem Turbulenzen zu berechnen sowie die „Analyse komplexer Systeme”: Beide Max-Planck-Institute hatten unterschiedliche und komplementäre Methoden entwickelt, um die Messdaten von Experimenten auszuwerten und möglichst
umfangreiche und zuverlässige Informationen über die zu Grunde liegenden Prozesse zu gewinnen.

Für diese institutsübergreifende Forschungsinitiative hatte die Max-Planck-Gesellschaft 7,8 Millionen Mark (ca. 4 Millionen Euro) an zusätzlichen Mitteln bereit gestellt.

Das  "Centre for Interdisciplinary Plasma Science" wurde von den Max-Planck Direktoren Prof. Morfill (MPE) und Prof. Dose (IPP) gemeinsam geleitet.

Das "Centre for Interdisciplinary Plasma Science" wurde Ende 2004 geschlossen, aber wichtige  Forschungen wurden in der 2005 neu gegründeten Forschungsgruppe "Experimentelle Komplexe Plasmen" am MPE weitergeführt. Darunter waren auch die sehr erfolgreichen Exerimente in der Internationalen Raumstation ISS , die zu den ersten und erfolgreichsten wissenschaftlichen Experimenten an Bord gehörten und gehören.


letzte Änderung 2014-02-06  durch H. Steinle

 
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