CAS Aktuelles und Meilensteine

Die Erklärung für die große Wassermenge auf der Erde steckt in den kleinen Staubkörnern, aus denen sich die Erde einst gebildet hat – in diesen war Wasser eingeschlossen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler aus den Niederlanden, Deutschland und dem Vereinigten Königreich mit Hilfe von Berechnungen und Simulationen. Die Ergebnisse werden in zwei Artikeln in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht. mehr

Unter der Mitwirkung von zehn Observatorien in sechs europäischen Ländern gelang es Astronomen kürzlich, eine Sternbedeckung durch den Zwergplaneten Haumea zu beobachten, bei der sie überraschenderweise auch einen schmalen und dichten Ring entdeckten, der den Zwergplaneten umgibt. Darüber hinaus konnten die Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und mehr als 50 weiteren Institutionen die Größe, Form und Dichte von Haumea näher bestimmen. Die neuen Werte stimmen besser mit den theoretischen Vorhersagen überein, trotzdem bleibt die Entstehung dieses interessanten Ringsystems mit Monden rätselhaft. mehr

Zum ersten Mal hat ein internationales Team von Astronomen unter Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE) einen molekularen Ausfluss beobachtet, der außerhalb der Scheibe um einen jungen Stern gestartet wird. Gasausflüsse entfernen überschüssigen Drehimpuls aus dem System und es wurde vorgeschlagen, dass diese Winde aus einer breiten Region in der protoplanetaren Scheibe gestartet werden sollten. Die jüngsten Beobachtungen zeigen nun, dass die Ausflüsse asymmetrisch sind und außerhalb des Randes der Scheibe starten, an der Position, an der einfallendes Material auftrifft. mehr

Erste Ergebnisse des Green Bank Ammonia Survey (GAS) werden nun im Astrophysical Journal veröffentlicht. Ein Team des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik, der Universität von Toronto und dem kanadischen Institut für Theoretische Astrophysik wollen damit alle Sternentstehungsregionen im Gouldschen Gürtel, die von den nördlichen Hemisphären aus sichtbar sind, im Licht der wichtigsten molekularen Spurenelemente abbilden. Begleitend zur Veröffentlichung der Daten zeigt dieses beeindruckende Bild Ammoniakmoleküle, die sich entlang eines Filaments in der Sternbildungsregion im Orionnebel befinden. mehr

Astronomen unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik entdeckten kürzlich einen spektakulären, langen Strahl (Jet), der von einem jungen braunen Zwerg ausgestoßen wird. Die Masse von braunen Zwergen ist zu gering, um die Fusion von Wasserstoff in ihrem Inneren aufrechtzuerhalten; daher nehmen diese Objekte einen Platz zwischen Sternen und Riesenplaneten ein. Bei jungen Sternen wurde bereits häufig ein Jet gefunden, der sich über ein Lichtjahr oder mehr ausdehnt; jetzt wurde zum ersten Mal ein Jet mit ähnlichem Ausmaß bei einem braunen Zwerg entdeckt. Diese Entdeckung vermittelt einen neuen Einblick, wie sub-stellare Objekte entstehen. mehr

Lange Zeit widersetzte sich die Entstehung von protostellaren Scheiben - eine Voraussetzung für das Entstehen von Planetensystemen um junge Sterne – den theoretischen Astrophysikern: In einer dichten, kollabierenden Wolke aus Gas und Staub würde auch das Magnetfeld mit ins Zentrum gezogen werden und dort seine Bremswirkung entfalten. Eine rotationsgestützte Scheibe kann kaum auf diese Art und Weise entstehen - es sei denn, die winzigen Staubkörner werden aus der Wolke entfernt, indem sie sich zu größeren Körnern zusammenklumpen. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie von Forschern des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik und anderen Institutionen. Die realistischeren Simulationen berücksichtigen nun auch nicht-ideale Magneto-Hydrodynamik sowie die Chemie der Ionisierung, um eine rotationsgestützte protostellare Scheibe zu bilden. mehr

Eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern vom Arcetri Astrophysical Observatory in Florenz, dem Zentrum für Astrobiologie in Madrid und dem Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik hat zum ersten Mal das präbiotische Molekül PO in Sternentstehungsgebieten nachgewiesen. Dieses Molekül spielt eine Schlüsselrolle in der Doppelhelix-Struktur der DNS, und hängt daher direkt mit der Entstehung des Lebens im Universum zusammen. mehr

Zwei Laborexperimente, die in der CAS-Gruppe am MPE entwickelt und gebaut wurden, konnten kürzlich ihre ersten Aufnahmen machen. Beide Experimente wurden entwickelt, um astronomische Beobachtungen und die astrochemischen Modellierung von Molekülen zu unterstützen, indem sie deren Rotationsübergänge im Labor untersuchen. Diese Laborexperimente ermöglichen es den Wissenschaftlern, die Übergangsfrequenzen von astrophysikalisch relevanten Molekülen mit hoher Genauigkeit im Labor zu messen und zwar in dem Frequenzbereich, der bei großen Sub-/Millimeter Teleskopen wie IRAM NOEMA und ALMA verfügbar ist. Die Kenntnis dieser Übergangsfrequenzen ist die Grundvoraussetzung für die Identifikation dieser Übergänge in den astronomischen Spektren.Die neuen molekularen Studien in den CAS-Labors werden als leistungsfähige neue Werkzeuge eingesetzt werden, um die physikalischen und chemischen Eigenschaften von interstellaren Wolken zu verstehen, in denen sich Sterne und Planeten bilden. mehr

Ein internationales Forschungsteam hat im All etwas Aussergewöhnliches entdeckt: Ein sich neu formierendes Sternensystem, das aus Teilen einer fadenförmigen Gaswolke hervorgeht. mehr

Wie protostellare Scheiben entstehen

Eine rotationsgestützte Scheibe kann in einer dichten, kollabierenden Wolke aus Gas und Staub mit einem Magnetfeld nur dann entstehen, wenn die winzigen Staubkörner aus der Wolke entfernt werden, indem sie sich zu größeren Körnern zusammenklumpen. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie von Forschern des MPE und anderen Institutionen. Die realistischeren Simulationen berücksichtigen nun auch nicht-ideale Magneto-Hydrodynamik sowie die Chemie der Ionisierung, um eine rotationsgestützte protostellare Scheibe zu bilden.

mehr
CAS laboratories achieve “First Light”

Zwei Laborexperimente, die in der CAS-Gruppe am MPE entwickelt und gebaut wurden, konnten kürzlich ihre ersten Aufnahmen machen. Beide Experimente wurden entwickelt, um astronomische Beobachtungen und die astrochemischen Modellierung von Molekülen zu unterstützen, indem sie deren Rotationsübergänge im Labor untersuchen. Diese Laborexperimente ermöglichen es den Wissenschaftlern,die Übergangsfrequenzen von astrophysikalisch relevanten Molekülen mit hoher Genauigkeit im Labor zu messen und zwar in dem Frequenzbereich, der bei großen Sub-/Millimeter Teleskopen wie IRAM NOEMA und ALMA verfügbar ist. Die Kenntnis dieser Übergangsfrequenzen ist die Grundvoraussetzung für die Identifikation dieser Übergänge in den astronomischen Spektren.Die neuen molekularen Studien in den CAS-Labors werden als leistungsfähige neue Werkzeuge eingesetzt werden, um die physikalischen und chemischen Eigenschaften von interstellaren Wolken zu verstehen, in denen sich Sterne und Planeten bilden.

mehr
Geburt eines Sternenquartetts

Ein internationales Team von Astrophysikern ist Zeuge eines besonderen Ereignisses geworden: Im Sternbild Perseus entdeckten Forscherinnen und Forscher erstmals die Entstehung eines vierpoligen Sternensystems, das sich aus weit auseinanderliegenden Fragmenten einer fadenförmigen Gaswolke bildete.

mehr
Das Alter von stellaren Kinderstuben

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Wissenschaftlern des SFB 956 „Bedingungen und Auswirkungen der Sternentstehung“ an der Universität zu Köln hat Beobachtungsdaten von SOFIA und APEX dazu verwendet, das Alter eines Sternentstehungsgebiets in einer interstellaren Wolke genau zu bestimmen. Im Zentrum der Wolke entsteht eine Gruppe von sonnenähnlichen Sternen. Das Resultat, zu dem auch Wissenschaftler vom MPE beigetragen haben, wird in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Nature“ veröffentlicht. 

mehr
Zentrum für astrochemische Studien am MPE nimmt Arbeit auf mehr

Ab 1. April 2014 wird Paola Caselli als Direktorin ans Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik kommen. Nach Stationen am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, der University of California at Berkeley, der Harvard University, und dem Osservatorio Astrofisico di Arcetri (INAF) ist sie derzeit Teil der Astrophysik-Gruppe an der Universität Leeds. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Astrochemie, galaktische und extragalaktische Sterne und Planeten, molekulare Astrophysik und Astrobiologie.

mehr
Zur Redakteursansicht