Kontakt

Kienlin von, Andreas
Kienlin von, Andreas
wiss. Mitarbeiter/in
Telefon: +49 (0)89 30000-3514
Fax: +49 (0)89 30000-3569
Mobil: 30000-4514
Raum: X5 1.3.06

Weitere Informationen

Der Gamma-ray Burst Monitor (GBM) auf dem NASA Satelliten Fermi hat am 27. April das stärkste Signal eines Gammablitz seit Jahrzehnten gemessen. Viele andere Satelliteninstrumente, unter anderem auch das Hauptinstrument auf Fermi, das Large Area Telescope (LAT), wiesen das Ereignis zur gleichen Zeit nach. Der Gammablitz dauerte so lange, dass eine rekordverdächtige Anzahl von erdgebundenen Teleskopen das Ereignis sogar gleichzeitig mit den Satelliten beobachten konnte. Der Gammablitz wird nach dem Tag seines Nachweises benannt: GRB130427A.

Der hellste Gammablitz seit Jahrzehnten

10. Mai 2013

Der Gamma-ray Burst Monitor (GBM) auf dem NASA Satelliten Fermi hat am 27. April das stärkste Signal eines Gammablitz seit Jahrzehnten gemessen. Viele andere Satelliteninstrumente, unter anderem auch das Hauptinstrument auf Fermi, das Large Area Telescope (LAT), wiesen das Ereignis zur gleichen Zeit nach. Der Gammablitz dauerte so lange, dass eine rekordverdächtige Anzahl von erdgebundenen Teleskopen das Ereignis sogar gleichzeitig mit den Satelliten beobachten konnte. Der Gammablitz wird nach dem Tag seines Nachweises benannt: GRB130427A.

[mehr]
Am 17. August 2017 wurde erstmals Licht - oder genauer gesagt elektromagnetische Strahlung – zusammen mit einem Gravitationswellensignal beobachtet. Das GBM-Instrument an Bord des Fermi-Satelliten war das erste, das eine neue Quelle hoch energetischer Gammastrahlen entdeckte; diese Beobachtung wurde kurze Zeit später vom INTEGRAL-Satelliten bestätigt. Folgebeobachtungen mit GROND zeigten dann eine veränderliche Quelle bei optischen und nahinfraroten Wellenlängen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik trugen damit von Anfang an zu dieser spannenden Entdeckung bei und konnten die Quelle als Verschmelzung von zwei Neutronensternen identifizieren.

Gammastrahlen und Gravitationswellen

16. Oktober 2017

Am 17. August 2017 wurde erstmals Licht - oder genauer gesagt elektromagnetische Strahlung – zusammen mit einem Gravitationswellensignal beobachtet. Das GBM-Instrument an Bord des Fermi-Satelliten war das erste, das eine neue Quelle hoch energetischer Gammastrahlen entdeckte; diese Beobachtung wurde kurze Zeit später vom INTEGRAL-Satelliten bestätigt. Folgebeobachtungen mit GROND zeigten dann eine veränderliche Quelle bei optischen und nahinfraroten Wellenlängen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik trugen damit von Anfang an zu dieser spannenden Entdeckung bei und konnten die Quelle als Verschmelzung von zwei Neutronensternen identifizieren.

[mehr]

MPE News

Fermi feiert 10 Jahre an Entdeckungen

11. Juni 2018

Am 11. Juni feiert das Fermi-Gamma-Weltraumteleskop der NASA sein 10. Jahr der Beobachtung von Gammastrahlen, Licht mit dem höchsten Energien im Universum, um Schwarze Löcher, Neutronensterne und andere extreme kosmische Objekte und Ereignisse zu untersuchen. Die Wissenschaftler des MPE nutzen die Daten beider Instrumente an Bord von Fermi, von denen eines vom MPE gemeinsam mit anderen Instituten entwickelt wurde.
Dieses Foto zeigt die beiden Instrumente des Fermi-Gamma-Weltraumteleskops einige Tage vor dem Start. Der Gammastrahlen-Burst-Monitor (GBM) befindet sich im unteren Teil des Satelliten, 7 seiner 14 Kristalldetektoren sind auf der Vorderseite sichtbar (weiß eingewickelt). Der GBM-Bus, ummantelt mit goldbeschichteter Folie, ist in der Nutzlastverkleidung auf einer Delta2-Rakete montiert. Darüber befindet sich Fermi's anderes Instrument, das Large Area Telescope (LAT), in Silberfolie eingewickelt. Bild vergrößern

Dieses Foto zeigt die beiden Instrumente des Fermi-Gamma-Weltraumteleskops einige Tage vor dem Start. Der Gammastrahlen-Burst-Monitor (GBM) befindet sich im unteren Teil des Satelliten, 7 seiner 14 Kristalldetektoren sind auf der Vorderseite sichtbar (weiß eingewickelt). Der GBM-Bus, ummantelt mit goldbeschichteter Folie, ist in der Nutzlastverkleidung auf einer Delta2-Rakete montiert. Darüber befindet sich Fermi's anderes Instrument, das Large Area Telescope (LAT), in Silberfolie eingewickelt.

[weniger]

Fermi's Sekundär-Instrument, der Gamma-ray Burst Monitor (GBM), sieht zu jeder Zeit den ganzen Himmel – außer dem Teil, der von der Erde blockiert wird. Es wurde entwickelt, um kurze Lichtblitze, die Gammastrahlenausbrüche, zu entdecken und diese Informationen sofort an ein internationales Netzwerk von Teleskopen zur Nachbeobachtung zu senden. Der Satellit hat bereits über 2.300 Gammastrahlenausbrüche beobachtet, die leuchtkräftigsten Ereignisse im Universum. Gammastrahlenausbrüche treten auf, wenn massereiche Sterne zusammenbrechen oder Neutronensterne verschmelzen und Teilchenstrahlen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit ausgestossen werden. Die Materie in diesen Jets bewegt sich dabei mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und kollidiert, wobei Gammastrahlen ausgesendet werden.

Am 17. August 2017 entdeckte Fermi den Gammastrahlenausbruch einer energiereichen Explosion im Sternbild Hydra. Das LIGO Gravitationswellenobservatorium detektierte fast zeitgleich Wellen in der Raumzeit, die von dem gleichen Ereignis, der Verschmelzung zweier Neutronensterne, stammten. Dies war das erste Mal, dass Licht und Gravitationswellen vom gleichen Ereignis nachgewiesen werden konnten.

GBM entdeckte zudem über 5.000 terrestrische Gammastrahlenblitze in der Erdatmosphäre, die auf Gewitter zurückzuführen sind, sowie Hinweise darauf, dass diese Blitze Antimaterie erzeugen können.

Seit Inbetriebnahme funktioniert GBM einwandfrei. Das Instrument wurde in enger Zusammenarbeit mit Kollegen an der University of Alabama in Huntsville und dem Marshall Space Flight Center, der deutschen Industrie und dem MPE gebaut und getestet. Das MPE ist zudem für die europäische Hälfte des Betriebs des Detektorsystems und die Auswertung der Daten verantwortlich.

 
loading content
Zur Redakteursansicht