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Ehrendoktorwürde für Gerhard Haerendel

7. September 2018

Die Universität Kreta verleiht dem ehemaligen MPE-Direktor Gerhard Haerendel den Ehrendoktortitel in der Physik. Der Vorschlag wurde vom Physikalischen Institut gemacht und die Universität würdigt damit seine Persönlichkeit, seine Forschungsarbeit sowie seine Leistungen in der Ausbildung von Nachwuchskräften. Darüber hinaus stellt diese Auszeichnung eine Anerkennung dar für seinen Beitrag zur wissenschaftlichen Entwicklung Griechenlands und seine starken Verbindungen zur Universität. Die Preisverleihung findet im Oktober in Heraklion auf Kreta statt. 

Der ehemalige MPE-Direktor Gerhard Haerendel spricht bei der 50-Jahr-Feier. Bild vergrößern

Der ehemalige MPE-Direktor Gerhard Haerendel spricht bei der 50-Jahr-Feier.

Prof. Dr. Gerhard Haerendel studierte Physik in Tübingen und München und promovierte 1963 an der Universität München. 1969 wurde er Fellow des Max-Planck-Instituts für Physik und Astrophysik und 1972 Direktor des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE), beide in Garching, und ging Ende 2000 in den Ruhestand. Von 1992 bis 1996 war er Direktor der Außenstelle des MPE in Berlin. 1987 wurde er zum Honorarprofessor an der Technischen Universität Braunschweig ernannt. Er war Gründungsdekan und von September 2000 bis September 2005 Vizepräsident der School of Engineering and Science an der International University Bremen (jetzt Jacobs University). Während seiner langjährigen Zugehörigkeit zu ESRO und ESA leitete er mehrere Ausschüsse für Weltraumforschung und -forschung sowie Beratungsgruppen. Er war Mitbegründer (1986)  und für viele Jahre  Co-Direktor des Skinakas Observatoriums auf Kreta.

Er verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Weltraumforschung, darunter als leitender Wissenschaftler bei mehreren internationalen Raketen- und Satellitenprojekten wie PORCUPINE, Coloured Bubbles, AMPTE, CRRES, FREJA und EQUATOR-S. Seine Höhenforschungsraketen leisteten Pionierarbeit bei der Anwendung der Barium-Plasma-Wolkentechnik auf verschiedene Aspekte der Plasma- und Magnetosphärenphysik, die 1984 und 1985 zur Schaffung künstlicher Kometen führte. Er war einer der Väter der CLUSTER-Mission. Seine theoretischen Arbeiten umfassen ein breites Spektrum an Themen der Weltraumplasmaphysik. 300 Publikationen erschienen unter seinem Namen und er ist Mitglied in mehreren Fachgesellschaften und Akademien. Zu seinen Auszeichnungen und Ehrungen gehören der Theodore von Karman Award (2002) und die Jean Dominique Cassini Medaille (2010).

 
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