Ehrendoktorwürde für Natascha Förster Schreiber

13. Juni 2019

Die MPE-Astronomin Natascha Förster Schreiber erhält von der Universität Bath die Ehrendoktorwürde. Mit dieser renommierten Auszeichnung der Universität Bath wird Förster Schreiber nicht nur für ihre herausragende Karriere und ihre breite Forschungstätigkeit, sondern auch für ihre Unterstützung der Astrophysik-Gruppe in Bath seit deren Gründung ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet Anfang Juli an der Universität Bath statt.

Die Universität Bath, an der Natascha Förster Schreiber regelmäßig ihre Kollegen in der dortigen Astrophysik-Gruppe besucht.

Seit der Gründung der Astrophysik-Gruppe als Teil der Physikabteilung von Bath im Jahr 2015 pflegen das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) und insbesondere Natascha Förster Schreiber enge Beziehungen zu den dortigen Kollegen. Stijn Wuyts, der von 2010 bis 2015 am MPE war, arbeitet bereits seit vielen Jahren mit der MPE Infrarot-Gruppe zusammen und in jüngster Zeit wechselten auch Hendrik van Eerten und Patricia Schady vom MPE nach Bath. Die Astrophysik-Gruppe in Bath umfasst Beobachter, Theoretiker und Spezialisten in Bezug auf Instrumentierung, deren Forschung von explodierenden Sternen über das Galaxienwachstum bis hin zu aktiven Schwarzen Löchern in einem expandierenden Universum reicht. Insbesondere die Galaxienentstehung und -entwicklung sind gemeinsame Themen, und regelmäßig finden Besuche in beide Richtungen statt, um die Arbeit an gemeinsamen Projekten fortzusetzen und groß angelegte Beobachtungskampagnen zu vertiefen.

Die MPE-Forscherin Natascha Förster Schreiber erhält die Ehrendoktorwürde der Universität Bath.

Die kanadisch-deutsche Forscherin Natascha Förster Schreiber promovierte 1999 am MPE in Garching und an der Ludwig-Maximilians-Universität München zum Thema „Near-infrared imaging spectroscopy and mid-infrared spectroscopy of M82: revealing the nature of star formation activity in the archetypal starburst galaxy.“ Nach Postdoc-Stellen am Service d'Astrophysique in Saclay, Frankreich, und am Leiden Observatorium, Niederlande, kehrte sie 2004 als wissenschaftliche Mitarbeiterin zum MPE zurück und verlagerte ihren Fokus auf die Entstehung und Entwicklung von Galaxien 3 bis 6 Milliarden Jahre nach dem Urknall. Sie verwendet hierfür insbesondere die Instrumente SINFONI und KMOS, die größtenteils vom MPE gebaut wurden und am Very Large Telescope des European Southern Observatory im Einsatz sind. Im Jahr 2008 wurde sie zum Minerva Fellow der Max-Planck-Gesellschaft ernannt und ist seit 2013 als Senior Scientist in der MPE Infrarot-Gruppe tätig.

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