Hochaufgelöste Bilder eines jungen Doppelsternsystems zeigen zum ersten Mal ein komplexes Netzwerk von Filamenten, die zwei Protosterne in der Mitte der gemeinsamen Akkretionsscheibe speisen. Mit diesen Beobachtungen konnte ein internationales Team von Astronomen unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik einen zweistufigen Akkretionsprozess nachweisen, der wichtige Informationen über die Bedingungen bei der Entstehung und Entwicklung von jungen Doppelsternsystemen liefert.

Gas aus gemeinsamer Scheibe speist junge Zwillingssterne

Hochaufgelöste Bilder eines jungen Doppelsternsystems zeigen zum ersten Mal ein komplexes Netzwerk von Filamenten, die zwei Protosterne in der Mitte der gemeinsamen Akkretionsscheibe speisen. Mit diesen Beobachtungen konnte ein internationales Team von Astronomen unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik einen zweistufigen Akkretionsprozess nachweisen, der wichtige Informationen über die Bedingungen bei der Entstehung und Entwicklung von jungen Doppelsternsystemen liefert.
Wie entstehen Sterne und Planeten? Die Wissenschaftler sind der Beantwortung dieser Frage nun einen Schritt näher gekommen, indem sie die Bedingungen für die Entstehung von proto-stellaren Scheiben genauer einschränken konnten. Beobachtungen von drei Systemen in der Perseuswolke in einer frühen Phase der Sternentstehung zeigen, dass das Verlaufsprofil des Drehimpulses in diesen Systemen zwischen den Erwartungen für einen Festkörper und reine Turbulenzen liegt. Dies duetet darauf hin, dass der Einfluss des Kerns weiter nach außen reicht als bisher angenommen. Diese Ergebnisse könnten zu realistischeren Ausgangsbedingungen für numerische Simulationen der Scheibenbildung führen.

Wie sich eine Scheibe um junge Protosterne dreht

Wie entstehen Sterne und Planeten? Die Wissenschaftler sind der Beantwortung dieser Frage nun einen Schritt näher gekommen, indem sie die Bedingungen für die Entstehung von proto-stellaren Scheiben genauer einschränken konnten. Beobachtungen von drei Systemen in der Perseuswolke in einer frühen Phase der Sternentstehung zeigen, dass das Verlaufsprofil des Drehimpulses in diesen Systemen zwischen den Erwartungen für einen Festkörper und reine Turbulenzen liegt. Dies duetet darauf hin, dass der Einfluss des Kerns weiter nach außen reicht als bisher angenommen. Diese Ergebnisse könnten zu realistischeren Ausgangsbedingungen für numerische Simulationen der Scheibenbildung führen.
Das MPE-Teleskop wird unsere Sicht auf das sich stetig ändernde, heiße Universum revolutionieren.

Start von eROSITA läutet neue Ära der Röntgenastronomie ein

Das MPE-Teleskop wird unsere Sicht auf das sich stetig ändernde, heiße Universum revolutionieren.
Die Entstehung von Sternen in interstellaren Gaswolken verläuft sehr schnell, aber auch sehr ineffizient. Durch die Strahlung der Sterne wird ein Großteil des Gases zerstreut, was zu einem heftigen Wechselspiel führt: die Sternentstehungsregionen funkeln wie beim Feuerwerk. Zu diesem Schluss kommt ein Forscherteam unter Beteiligung von Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik anhand von Beobachtungen der Spiralgalaxie NGC300.

Junge Sterne lassen Galaxien wie beim Feuerwerk glitzern

Die Entstehung von Sternen in interstellaren Gaswolken verläuft sehr schnell, aber auch sehr ineffizient. Durch die Strahlung der Sterne wird ein Großteil des Gases zerstreut, was zu einem heftigen Wechselspiel führt: die Sternentstehungsregionen funkeln wie beim Feuerwerk. Zu diesem Schluss kommt ein Forscherteam unter Beteiligung von Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik anhand von Beobachtungen der Spiralgalaxie NGC300.
Das GRAVITY-Instrument am Very Large Telescope Interferometer (VLTI) der ESO hat die erste direkte Beobachtung eines Exoplaneten mittels optischer Interferometrie vorgenommen. Diese Methode zeigt eine komplexe Atmosphäre eines Exoplaneten mit Wolken aus Eisen und Silikat, die in einem planetenweiten Sturm zirkulieren. Die Technik bietet einzigartige Möglichkeiten, viele der heute bekannten Exoplaneten zu charakterisieren.

GRAVITY zeigt Details eines sturmgepeitschten Exoplaneten

Das GRAVITY-Instrument am Very Large Telescope Interferometer (VLTI) der ESO hat die erste direkte Beobachtung eines Exoplaneten mittels optischer Interferometrie vorgenommen. Diese Methode zeigt eine komplexe Atmosphäre eines Exoplaneten mit Wolken aus Eisen und Silikat, die in einem planetenweiten Sturm zirkulieren. Die Technik bietet einzigartige Möglichkeiten, viele der heute bekannten Exoplaneten zu charakterisieren.
Materie und Energie, die aus dem Zentrum einer Galaxie abfließen, gelten als wichtige Akteure bei der Entstehung und Entwicklung von Galaxien und anderen Strukturen im Universum. Astronomen unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik haben nun eine ausgedehnte Röntgenkarte des zentralen Bereichs der Milchstraße erstellt, mit deren Hilfe sie einen breiten Kanal aus Gas entdeckten, der das Zentrum der Milchstraße mit Strukturen viel weiter außen verbindet.

Röntgenlicht zeigt „Kamine“ in der Milchstraße

Materie und Energie, die aus dem Zentrum einer Galaxie abfließen, gelten als wichtige Akteure bei der Entstehung und Entwicklung von Galaxien und anderen Strukturen im Universum. Astronomen unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik haben nun eine ausgedehnte Röntgenkarte des zentralen Bereichs der Milchstraße erstellt, mit deren Hilfe sie einen breiten Kanal aus Gas entdeckten, der das Zentrum der Milchstraße mit Strukturen viel weiter außen verbindet.
Genaue Beobachtungen des Quasars 3C 273 mit dem GRAVITY-Instrument zeigen die Struktur des um das zentrale supermassereiche Schwarze Loch wirbelnden Gases – das erste Mal, dass die sogenannte "Broad Line Region" aufgelöst werden konnte.

Detaillierter Blick auf den Gravitationsstrudel eines riesigen schwarzen Lochs

Genaue Beobachtungen des Quasars 3C 273 mit dem GRAVITY-Instrument zeigen die Struktur des um das zentrale supermassereiche Schwarze Loch wirbelnden Gases – das erste Mal, dass die sogenannte "Broad Line Region" aufgelöst werden konnte.
GRAVITY-Instrument findet weitere Hinweise darauf, dass sich im Zentrum der Milchstraße ein Schwarzes Loch befindet.

Erste detaillierte Beobachtungen von Materie in nahem Orbit um schwarzes Loch

GRAVITY-Instrument findet weitere Hinweise darauf, dass sich im Zentrum der Milchstraße ein Schwarzes Loch befindet.

Personen und Projekte


eROSITA startet in den Wissenschaftsbetrieb

15. Oktober 2019

Die Phase der Inbetriebnahme für das eROSITA-Röntgenteleskop auf der SRG-Raumsonde ist nun abgeschlossen. Während dieser Phase wurden alle sieben eROSITA-Kameras einzeln angeschaltet und zeigten, dass sie die Anforderungen der Mission erfüllen können. Seit Sonntag, 13. Oktober 2019, arbeiten nun alle sieben Teleskopmodule gleichzeitig, womit eROSITA in den Wissenschaftsbetrieb übergeht, der zunächst mit einer Phase der Kalibrierung und Leistungsprüfung beginnt. Erste Bilder und Ergebnisse von eROSITA werden auf einem „First Light“-Symposium vorgestellt werden, dass am Nachmittag des 22. Oktober am MPE stattfinden wird. Wenn Sie als Medienvertreter an dieser Veranstaltung teilnehmen wollen, kontaktieren Sie bitte Hannelore Hämmerle (siehe Seitenspalte) für genauere Informationen.

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Ewine van Dishoeck mit Karl-Schwarzschild-Medaille 2019 ausgezeichnet

Ewine van Dishoeck, Professorin für Molekulare Astrophysik an der Universität Leiden und externes wissenschaftliches Mitglied am MPE, erhält die Karl-Schwarzschild-Medaille 2019 für ihre Forschungen zur Entstehung von Sternen und Planeten.
Der Fokus ihrer Forschung liegt auf dem Verständnis der Materie zwischen den Sternen: große Gas- und Staubwolken, die die Geburtsstätten für Sonnensysteme wie unseres sind. Mithilfe von Beobachtungen hat sie in Theorie und Experiment gezeigt, wie sich Moleküle in diesen interstellaren Wolken bilden und entwickeln.
Die offizielle Verleihung wird während der AG-Jahrestagung vom 16.-20. September 2019 in Stuttgart stattfinden.

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Ehrendoktorwürde für Natascha Förster Schreiber

13. Juni 2019

Die MPE-Astronomin Natascha Förster Schreiber erhält von der Universität Bath die Ehrendoktorwürde. Mit dieser renommierten Auszeichnung der Universität Bath wird Förster Schreiber nicht nur für ihre herausragende Karriere und ihre breite Forschungstätigkeit, sondern auch für ihre Unterstützung der Astrophysik-Gruppe in Bath seit deren Gründung ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet Anfang Juli an der Universität Bath statt.

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