Mierk Schwabe erhält Promotionspreis der Europäischen Physikalischen Gesellschaft

24. März 2011

Die Plasmaphysik-Sparte der Europäischen Physikalischen Gesellschaft EPS verleiht ihren diesjährigen Promotionspreis an Mierk Schwabe sowie zwei weitere Physiker. Mit diesem Preis werden außergewöhnliche Arbeiten junger Forscher im Bereich der Plasmaphysik honoriert; die MPE-Wissenschaftlerin Schwabe erhält die Auszeichnung für ihre Doktorarbeit über Komplexe Plasmen.

Wie in einer echten Flüssigkeit können die Mikrometer großen Teilchen in einem komplexen Plasma Tropfen ausbilden.

Die Preisverleihung wird im Rahmen der jährlichen EPS-Tagung zur Plasmaphysik im Juni 2011 in Straßburg stattfinden. Neben einer dreijährigen Mitgliedschaft in der Europäischen Physikalischen Gesellschaft erhält Schwabe die Möglichkeit, ihre Doktorarbeit in einem Vortrag während der EPS-Konferenz vorzustellen.

Während ihrer Promotion beschäftigte sich Dr. Schwabe mit Komplexen Plasmen - damit werden ionisierte Gase bezeichnet, in denen sich kleine, einige Mikrometer große Kügelchen befinden. Sie untersuchte dabei Effekte, die auch in normalen Flüssigkeiten auftreten, wie beispielweise die Ausbreitung von Wellen oder die Bildung von Tropfen und Blasen. In den von ihr untersuchten Komplexen Plasmen zeigte sie, dass sich auch bereits wenige tausend Teilchen wie eine Flüssigkeit verhalten können. In herkömmlichen Flüssigkeiten mit winzigen Molekülen würde dies einer Größenordnung von nur einigen Nanometern entspricht. Das Studium der Vorgänge in Komplexen Plasmen ist damit ein wichtiger Schritt um Nanoflüssigkeiten besser zu verstehen.

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