Instrument

Diese Abbildung zeigt die globale MICADO-Architektur im "Stand-alone"-Modus. Auf der linken Seite sind die verschiedenen Hardware-Teilsysteme zu sehen, auf der rechten Seite die Gesamtansicht inklusive Wartungsplattform. (1) Kalibrierungseinheit die neben der Relay-Optik montiert ist und die ELT-Fokalebene nachbildet (wird später  in MAORY integriert); (2) Relay-Optik zur Übertragung der ELT-Fokalebene nach unten in MICADO (wird später gegen den letzten MAORY-Spiegel ausgetauscht); (3) NGS-WFS-Modul, das sich unter der festen Abdeckung dreht und SCAO auf der oberen Bank und den MAORY-NGS-WFS auf einer  darunterliegenden Bank enthält; (4) Derotator und Kryostat, umgeben von Peripheriegeräten; (5) Tragstruktur für die rotierende Masse (Kryostat und NGS WFS-Modul) sowie für die feste obere Plattform; (6) Mitrotierende Plattform mit Elektronikschränken (aufgrund der begrenzten Kabellänge); (7) Kabelwicklung für den Anschluss an externe Schränke und Versorgungsstationen.

Die wichtigsten Teilsysteme

  • Die Kalibrierungseinheit ermöglicht die Kalibrierung des wissenschaftlichen Instruments, indem sie geeignete Quellen bereitstellt, deren Abbildungscharakteristik der des ELT entspricht.
  • Die Relay-Optik transferiert die ELT-Fokalebene in das Instrument. Sie wird nur in der Stand-alone-Konfiguration eingesetzt. Bei dem MAORY-System wird sie durch einen Umlenkspiegel ersetzt.
  • Das NGS-WFS-Modul enthält Wellenfrontsensoren für die adaptive Optik unter Verwendung von natürlichen Leitsternen speziell für das SCAO-System.
  • Der Derotator dreht den gesamten Kryostaten sowie das NGS-WFS-Modul, um die Orientierung des Himmels aus Sicht des Instruments konstant zu halten.
  • Der Kryostat ist das Kernstück von MICADO, das die kalte Optik und Mechanik enthält.
  • Die Tragkonstruktion trägt die verschiedenen Komponenten und hält sie in Position.
  • Die mitrotierende Plattform mit dem System für die Kabelwicklung erlaubt es der Elektronik (in den Elektronikschränken), sich mit dem Instrument zu drehen, wobei die Kabellänge kurzgehalten wird. Das spezielle Kabelwicklungssystem ermöglicht den Zugang zu externen (feststehenden) Elektronik- und Versorgungsstationen.
  • Die Elektronik ermöglicht die Instrumentenkontrolle (inklusive eines Überwachungssystems) und gewährleistet die Stromversorgung aller Geräte.
  • Die Kontrollsoftware unterstützt die Beobachtungsvorbereitung und -ausführung und koordiniert die Steuerung des Instruments mit dem Teleskop und den Systemen für die adaptive Optik.
  • Die Pipelinesoftware führt die Datenverarbeitung für die Beobachter und das Datenarchiv durch, ermöglicht aber auch eine erste Einschätzung (Quicklook-Analyse) der Beobachtungsergebnisse bzw. der Qualität der Aufnahmen vor Ort und erlaubt eine Langzeit-Trendanalyse zu diagnostischen Zwecken. Zu diesem Softwarepaket gehört auch der Datensimulator SimCADO.
Diese Abbildung zeigt die funktionelle Bauweise des MICADO-Instruments in Stand-alone-Konfiguration.
Diese Übersicht stellt das grundlegende optische Design des kalten Teils von MICADO dar.
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